Porsche-Veredler in Südafrika erschossen aufgefunden
Oktober 4th, 2010 von Redakteur in News

Vor einem halben Jahr verschwand der Stuttgarter Porsche-Veredler Uwe G. spurlos. Jetzt tauchte seine Leiche in einem Plastiksack auf. Sie wurde in der Nähe von Pretoria gefunden. Der Deutsche sei durch einen Kopfschuss getötet worden, zudem seien die Hände auf den Rücken gefesselt worden, berichtete die „Cape Times“ und beruft sich dabei auf lokale Polizeikreise. Die Ermittlungsbehörden in Südafrika geben keinerlei Auskünfte, ein lokaler Fernsehsender berichtete allerdings, dass zwei Kriminalbeamte aus Deutschland die örtlichen Polizeibeamten unterstützen.

Spekulationen südafrikanischer Medien zufolge könnte G.‘s Tod mit dem organisierten Verbrechen zu tun haben. Die „Sunday Times“ meldet, dass der Stuttgarter seine Geschäfte genutzt habe, um Devisen, unter anderem auch nach Südafrika, zu schmuggeln. Dies lässt vermuten, dass G. in Geldwäschegeschäfte und Steuerhinterziehungsdelikte verwickelt sein könnte. Südafrikanische Medien mutmaßten weiter, dass der tschechische Millionär Radovan K. mit Uwe G. zusammengearbeitet haben könnte. K. wird in seiner Heimat wegen versuchten Mordes und Betrugs gesucht.

Ein ehemaliger Geschäftsfreund des Tschechen berichtete nach Medienangaben, dass in einem Sportwagen, der von G. nach Südafrika geliefert wurde, wider Erwarten kein Geld in der Türverkleidung versteckt war. Ein Streit zwischen G. und K. war wohl die Folge. Letzterer soll den Stuttgarter schließlich unter einem Vorwand nach Südafrika gelockt haben. Kurz nach seiner Ankunft Anfang Februar verschwand G. spurlos. Seine Ehefrau berichtete den Behörden von einem Anruf ihres Mannes, indem er sie um die Überweisung einer Million Euro bat. Trotz zahlreicher Ermittlungen befindet sich Radovan K. weiterhin auf freiem Fuß. Ein tschechischer Auslieferungsantrag wurde abgewiesen. Die südafrikanischen Behörden vermuteten zunächst, dass sich G. wegen der drohenden Insolvenz seines Unternehmens absetzen wollte. Kurz nach seinem Verschwinden musste seine Firma dann auch Insolvenz anmelden.

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